Um halb Zehn stand plötzlich der UPS-Mann (es gibt ja nur einen, der durch die ganze Welt reist) vor der Tür und brachte ein Paket, das ich nach intensiver Paketverfolgung erst nächste Woche vermutet hätte. Denn mal ehrlich, wenn das Paket aus Shanghai nach Incheon, von dort nach Warschau, Köln, Apeldoorn, zurück nach Köln und dann nochmal nach Düsseldorf reist, wer glaubt da nicht, dass es noch kurz von Steve Jobs persönlich signiert würde. Aber es ist ja alles gut gegangen und nun halte ich es auf meinem Schoß:

Mein fabrikneues MacBook. Fotos gibts, ‘ne Diashow auch.

Es hat was für sich, das Paket mit dem bestellen MacBook online zu verfolgen. Shanghai, Südkorea, Polen, Zollanmeldung aber in den Niederlanden. Mal schauen, wann es deutschen Boden erreicht, ist ja nicht mehr weit. Wieso hab ich’s eigentlich nicht direkt im Laden gekauft?

Update: Es hängt in Köln rum.

Zwei Highligts in einem: Es ist mein erstes eigenes Notebook und meine erste Kontaktaufnahme mit Mac OS. Außerdem werde ich 4x soviel Ram benutzen als aktuell. Der Prozessortakt erhöht sich um 0,6 Ghz auf 2,4 und Dual Core. Genug geschwafelt ;)

Man muss höllisch aufpassen, nicht zu einem Apple-Fanboy zu mutieren. Wenn ich drüber rede, versuche ich oft genug Notebook und nicht MacBook zu sagen. Meinen iPod nenn ich teilweise auch MP3-Player.

Ein paar lose Gedanken zur Faszination Mac-Switch ;) Apropos: Glaubensfrage

Ich plane, mir ein MacBook oder ein MacBook Pro zuzulegen. Was soll ich sagen, gar nicht so einfach.

MacBook Pro

Nach 4 Jahren mit meinem Desktop-Rechner, der so langsam den Geist aufgibt, wird es einfach Zeit für etwas neues. Und da ich auch bald in die Ausbildung starte und ihn auch mal für die Berufsschule brauche, soll es eben was zum mitschleppen sein. Da ich von vielen Leuten gehört habe, dass Apple-Rechner einiges an Komfort, Zuverlässigkeit und natürlich Coolness-Faktor bieten, habe ich mich auch für einen Mac entschieden.

Am Anfang steht die Entscheidung, ob es ein MacBook oder ein MacBook Pro werden soll:

Technisches

Das MacBook gibts von 2,1-2,4 Ghz (Intel Core 2 Duo) und mit einem 13,3“–Display, das Pro von 2,4-2,6 Ghz (Intel Core 2 Duo) und einem 15- oder 17”-Display. 2 GB Arbeitsspeicher sind auf jeden Fall drin, lassen sich aber auf bis zu 4 GB hochrüsten, die man allerdings wegen des Preises nicht direkt bei Apple kaufen sollte. Die Festplatten fangen bei 160 GB an und hören bei 300 GB auf.

Grafik

Bei den Grafikkarten gibts große Unterschiede: Im MacBook Pro sitzt eine GeForce 8600M GT ab 256 MB, das MacBook kommt mit einer Intel GMA X3100, die ihren Speicher (144 MB plus 16 MB für externen Bildschirm) aus dem Arbeitsspeicher klaut.

Da ich mit dem MacBook dieses Jahr noch GTA IV spielen und meinen Monitor anschließen möchte, muss ich mich in Sachen Grafikleistung nochmal beraten lassen. (Ja, GTA IV läuft nur auf Windows. Flame-Wars bitte woanders.)

Größe

Das MacBook Pro 15” ist knapp 36 cm breit und 24 cm tief und damlt gerade mal 5,2 cm breiter und 2 cm tiefer als das MacBook.

Anschlüsse und Funktechniken

Was ich bei der Pro-Version nicht brauche, ist der zusätzliche FireWire-800-Anschluss. Oder denk ich da zu wenig über den Tellerrand hinaus, wenn ich ihn nur als Camcorder-Anschluss sehe? iSight (Kamera), mindestens 2 USB-Steckplätze, WLAN und Bluetooth haben beide Versionen. Das Pro kommt allerdings mit einer beleuchteten Tastatur daher, ist nur die Frage ob man die wirklich braucht. Die Vorzüge des Multi-Touch erschließen sich mir auch noch nicht.

Quasi-Fazit

Insofern würde mir wirklich das MacBook reichen, eine finale Entscheidung kann ich da aber noch nicht machen, insbesondere die Grafik lässt mir da noch Kopfzerbrechen.

Auch der Preis ist entscheidend. Das Pro kostet einiges mehr, auch mit Schülerrabatten. Eric meinte, ich solle das Geld, das ich spare lieber in Apple Care legen.

Die Entscheidung ist fast gefällt. Aber …

Nachdem man dann ein wenig im Internet gestöbert hat um sich Informationen zu beschaffen, kommt das nächste Problem auf: Gerüchte!

Gibts im August Updates? Werden die MacBooks im ersten Quartal 2009 komplett renoviert?

Glaubt man dem Buyer’s Guide, könnte es im August tatsächlich Updates geben, neue Prozessoren winken. Bis dahin kann ich gerade noch warten, vielleicht ist dann auch die Frage Pro oder nicht Pro gefällt.

Ich warte also noch ein wenig bis zum Kauf und werde mich noch ein wenig beraten und bequatschen lassen. Vielleicht lässt sich hier ja auch eine kleine Diskussion zu dem Thema starten, die nicht in Streitereien endet ob man lieber Windows, Mac OS X oder Linux verwendet. (Wer doch anfängt, bekommt 30 Tage Kommentarverbot.)

So, ich probier gerade ein wenig Ubuntu als Windows-Ersatz aus und bin bis jetzt ganz zufrieden, außer das auf der Live-CD kein MP3-Plugin dabei ist.

Dank der Hilfe von SkyD hab ich es dann auch geschafft, auf einen Teil meiner Dateien zuzugreifen. Vielen Dank nochmal!

Wahrscheinlich werde ich wohl neben meinem Windows-System Ubuntu benutzen und später evtl. ganz umsteigen.