Als ich Avatar 3D im Kino sah, dachte ich so: Wow. Naja, stimmt nicht wirklich. War schon ganz cool und hübsch was man da sah, wirklich vom Hocker gerissen hat es mich aber nicht. Klar, man tauchte schon ein wenig mehr in die Welt von Pandora ein, aber eigentlich nicht mehr als in jedem anderen Film. Aber worauf ich hinauswill: ich denke die Halbwertszeit von 3D-Filmen ist schon bald wieder überschritten. Ist sie eventuell sogar schon.

Mir geht es zumindest so, dass ich eher genervt bin wenn Freunde vorschlagen einen Film in 3D zu sehen. Mich nervt der höhere Preis für meiner Meinung nach geringen Mehrwert. Mich nervt es, eine Brille tragen zu müssen – ich trage sonst keine, brauche nämlich keine, außer eine Sonnenbrille im Sommer. Mich nervt, dass ich wegen der 3D-Brille immer ganz genau hingucken muss. Schnelle Bewegungen verwischen in irgendeinen Matsch und mein Fokus liegt irgendwo.

Soweit ich das bisher mitbekommen habe, ist zudem die Leinwand kleiner als bei Nicht-3D-Filmen. Dunkler auf jeden Fall, das liegt aber meistens an der Brille, weil sie nunmal etwas abgedunkelt ist. (Was wohl an der zusätzlichen Silberglitzerfolie liegt, die in 3D-Kinosälen vor die Leinwand gespannt werden muss – es soll ja nicht blenden oder spiegeln.)

Irgendwann hat man auch jeden „jetzt kommt das gefährliche Tier mal gaaanz nah heran, aaaaah“-Effekt gesehen. Ein 3D-Film kann dem normalen 2D-Film ein extra geben, tut es aber meistens nicht.

Dienstag sah ich zusammen mit Svenja und Dennis Ich einfach unverbesserlich und es war nach Inception der beste Film den ich seit langem im Kino sehen durfte. Es ist zwar ein Film für Kinder oder Familien mit Kindern, aber selbst wir drei gestandenen erwachsenen Leute (hahaha) lachten und giggelten fast in der jeder Szene, mehrmals. Und das ohne Pipi-Kacka-Humor, ja wirklich.

Grob erzählt geht es in Ich einfach unverbesserlich um Gru, einen Ganoven der eigentlich der beste seiner Art ist, aber von seinem Konkurrenten Vector ausgestochen wird (Pyramidenraub) und mit Hilfe dreier Kekse verkaufener Waisenkinder (Margo, Edith und Agnes) seine Ehre retten möchte, indem er den Mond verkleinern und stehlen will. Wie es kommen muss, entdeckt Gru, dass die Mädels ja doch ganz lieb und nett sind und vergisst so sogar seine Weltherrschaftspläne, was zu einigem Chaos führt. Oft zwar vorhersehbar, aber trotzdem lustig, gerade die Minions sind sehr sympathische kleine Kerlchen.

Wie das alles im Detail aussieht, solltet ihr euch selbst angucken, ist auf jeden Fall einen Besuch wert, Nicht-3D reicht völlig aus und statt Bier nehmt ihr Cola weil bestimmt ganz viele Kinder im Saal sind und die sonst sagen dass ihr stinkt.