Wie heute, gestern und die Tage davor schon erwähnt, hatte ich heute meine theoretische Mediengestalter-Zwischenprüfung im schönsten Handyempfangsbunker Essens.

Ich hatte mir die gesamte Woche freigenommen um zu lernen, was ich auch so halbwegs tat. Die meisten Sachen, bei denen ich dachte, dass sie drankämen, kamen dann doch nicht dran. Nur gut, dass ich die Farbseparation streichen konnte.

Ich glaub zu detailliert darf ich gar nicht über die Aufgaben schreiben, veröffentlichen schon gar nicht. Wir sollten eine Schrift bzgl. der Leserlichkeit bewerten, ein Bild in HTML einfügen und noch zwei drei Fragen dazu beantworten, Energiekosten berechnen, Betriebsrats-Angelegeneheiten kreuzen, einen Text korrigieren – gut, dass ich mir einen Duden kaufte und somit die Korrekturzeichen zur Hand hatte – und andere tolle Dinge.
Mit der Zeit kam ich recht gut hin, im fachtheoretischen Teil aufs Ende genau, den nichtfachlichen Teil konnte ich etwas früher beiseite legen.

Lief alles recht gut und wir alle waren froh, dass es vorbei ist. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt – die darf ich übrigens wirklich nicht veröffentlichen, steht da so. Jetzt steht allerdings erstmal die praktische Zwischenprüfung an, die sollte aber auch recht einfach zu meistern sein. Und auch die darf ich nicht veröffentlichen ;)

Ich steiger mich ja gerade so ein wenig in Flash und ein bisschen in ActionScript ein. Ähm nein, ich arbeite mich rein, also ich setze mich irgendwie damit auseinander. Über Schultern schauen, dumme Fragen stellen und irgendwie auch ausprobieren und so.

Also ist eigentlich ganz cool, zwar totgesagt (Hallo iPad) aber totgesagte leben länger und selbst Latein wird ja irgendwie noch benötigt. Letzteres kann ich übrigens gar nicht, sehen wir mal vom großen Lorem ipsum ab. Ist aber auch egal.

Jedenfalls habe ich Flash die letzten Jahre als Konsument gehasst. Eigentlich immer noch, gerade jetzt auf dem Mac, da das Plugin so derbst kacke programmiert wurde, dass es meinen Lüfter steil gehen lässt und ich quasi gezwungen bin, Flash-Blocker installiert zu haben. Aber als Produzent (das klingt so derbe wichtig und cool) reizt es mich schon mehr. Was nicht heißt, dass ich jetzt vom rechten Pfad der Webgestaltung abkommen werde. Ne, ich schau mir mal an, was man damit tolles machen kann und ja. Das wollte ich mal festhalten. Nichts erwarten bitte. Danke.

Und seien wir ehrlich, auf Dauer HTML rumschubsen rumscheuchen ist ja auch langweilig, warum nicht einfach was neues lernen?

Wichtigste Erkenntnis aus der Berufsschule heute, zum Thema Corporate Identity:

  • Freude am Fahren bewirbt das Produkt (einen BMW), bzw. das, was man mit dem Produkt bekommt. Und zwar sehr positiv.
  • Vorsprung durch Technik beschreibt die Qualität der Autos (Audi), also auch das Produkt. Auch verdammt positiv.
  • „Wir leben Autos“ beschreibt die Firma und die Mitarbeiter und sagt nichts über die Qualität aus, die aus dem Werk kommt. Zwar sind die Mitarbeiter anscheinend leidenschaftlich dabei, aber, wie ich (Achtung, Selbstreferenzialität) das etwas zugespitzt gesagt hab: „Man kann auch leidenschaftlich doof sein.“
  • „Das Auto“ (Volkswagen) ist in diesem Sinne übrigens auch gut, weil es einfach mal herausposaunt, wie ein Auto auf jeden Fall sein muss, eben wie ein VW. Mercedes kann ja immer noch mehr bieten und von oben (Stern) herabschauen.

Also: Immer schön das Produkt bewerben, schönreden und so. Und zwar konsequent so, wie man es sieht im Einheitsbrei der anderen Produkte. Exklusiv, auf dem neuesten Stand und überhaupt.

Die Karriere-Bibel verweist auf eine Umfrage von azubister.net, in der gefragt wurde, wie zufrieden Azubis mit ihrer Ausbildung bisher sind. Interessanterweise wurden hier auch die Mediengestalter genannt:

Relativ zufrieden geben sich Industriekaufleute, Fachinformatiker oder Mediengestalter (nur 20 Prozent Frustrierte).

Jup, passt. Bin soweit auch zufrieden ;)

Wo die Umfrage genau liegt, konnte ich allerdings nicht herausfinden. Entweder bin ich blind oder die ist noch gar nicht online. Sachdienliche Hinweise bitte ins Kommentarfeld.