Dieses Jahr wird das für mich persönlich teuerste in der Gegenwart meiner eigenen Menschlichkeit, denn ich werde das Hotel Mama verlassen. Manche Leute werden sich jetzt denken, dass es auch mal so langsam Zeit wird, aber hey, das sehe ich genauso, von daher ist das schon richtig was ihr denkt und das macht euch zu halbwegs intelligenten Wesen.

Vor mir stehen damit unzählige IKEA- und sonstige Einrichtungshaus-Besuche. Den Polsterstuhl, den ich schon immer haben wollte, habe ich bereits bestellt und wird demnächst nach Hause geliefert. Dann stehen mir noch das Aussuchen von Wandfarben, eine Armee aufzubauender Schränke und runtergerissene Kilometer im Lieferwagen. Außerdem werde ich wahrscheinlich plötzlich erwachsen. Und ganz viel Geld ausgeben.

Und, darauf wollte ich eigentlich hinaus, um das ganze gebührend und in der gewohnten Qualität durch schlechte Handyphotos, runtergereierten Texten und einem guten Gespür korrekter Ortographie zu dokumentieren, gibt es da etwas neues: einerderauszog.

Genau, ein Blog übers umziehen, dekorieren, Möbel aussuchen und den ganzen anderen Quatsch den man beim um- und ausziehen beachten, bewerten und Preise vergoogeln muss. Das ist einerderauszog.de, halb Mensch halb Maschine halb Blog, halb Magazin. Erzählt euren auszugswilligen Freunden davon, verlinkt und liked es bei facebook, folgt bei twitter und schickt Anregungen an die Redaktion, die komplett aus mir besteht – Gastschreiber sind willkommen und werden mit digitaler Liebe vergütet.

Und wenn euch der Name irgendwie bekannt vorkommt: die Grimm-Brüder schrieben ein Märchen, das Märchen von einem, der auszog das fürchten zu lernen. Hat damit aber nichts zu tun.

Ich war im Kino, in Meine erfundene Frau, im Original just go with it. Dank facebook gab es eine Winz-Packung Gratis-Popcorn, dazu ein Erdinger und eine süße Jennifer Aniston – alte Friends-Zeiten juchee. Kommt Adam Sandler in seinen Filmen eigentlich nur in der deutschen Synchronisation so hohl und bescheuert im Kopf rüber oder auch im Original?

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moving in!
Photo: edyson

Was für ein Wochenende. Der Pixelscheucher, die nicht mehr so sehr genutzte michelb.de und meine „irgendwann mach ich sie mal fertig“-michelbalzer.de habe ich von Host Europe zu domainfactory umgezogen (Partner-Link).

Domainumzüge sind nicht unbedingt die Sachen die ich häufiger mache, aber auch keine vor denen ich zurückschrecke. Was ich anfangs nicht bedacht hatte war, dass ich meine Mail-Konten ja auch umziehen müsste, mit Datenbanken und Datei-Transfers allein war es nämlich nicht getan.

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Viele Leute regen sich ja drüber auf, dass Wonzimmer von heute zunehmend ikeaisiert sind und zwischen Lack-Tischen, Billy-Regalen und 365-er Tischsets keinerlei individuellen Spielraum lässt.

Das ist Quatsch, der wahre Individualismus besteht daraus, was in den Regalen, auf den Tischen und mit den Tischsets serviert und verzehrt wird.

Es ist eigentlich voellig uninteressant, woher ein Tisch oder Regal stammt (mal von ökonomischen Standpunkten abgesehen), wenn gute DVDs oder CDs drin stehen weiß ich eher mit welcher Art Mensch ich es zu tun habe als am Auswahlkriterium seiner Möbel. Das gleiche bei aufgeschlagenen Büchern auf dem Tisch. Auch die Kochkünste lassen sich wohl eher am Gericht als an der Tellerform messen.

Irgendwie kam mir dieser Gedanke und ich wollte ihn veröffentlichen, so ganz genau warum kann ich auch nicht mehr sagen.


Foto: humblebee, sxc.hu

Ich kenn den Platz vorm Hauptbahnhof, Gleis 13a/b und irgendeine Tankstelle irgendwo mittendrin. Ereignete sich alles bei einem Urlaub mit meinen Großeltern vor zig Jahren. Wir waren irgendwo weiter nördlich, Greetsiel oder so und der kleine Michel-Pupser musste wieder nach Hause, Omas und Opas wollten bleiben. Deswegen wurde ich am Hauptbahnhof in Hamburg abgeliefert, noch zum Gleis gebracht, zu McDonalds eingeladen und anschließend verschickt. IC oder so, keine Ahnung. Sitzplatzreservierung mitten in einem von einer ostdeutschen Familie belagerten Abteil. Ich kam mir nicht nur sprachlich fehl am Platze vor und war froh, meinen Discman dabei gehabt zu haben. Voll mit HipHop aus … Hamburg. Absolute Beginner, Samy Deluxe und wen es da sonst noch gab und heute noch gibt.

Das ist Jahre her. Seitdem habe ich es nicht ein einziges verdammtes Mal nach Hamburg geschafft. Nur nach Berlin. Griechenland. Spanien. Holland. Ich glaub sogar an die Westcoast, kann aber auch früher gewesen sein. Aber dieses Jahr. Michel trifft auf Michel. Das wann und wie steht noch nicht ganz fest, aber es wird geplant. Vielleicht gehts ja auch in Hamburgs Musical. Und den Hafen möchte ich sehen.

Hinter mir liegt ein Wochenende voller Erkenntnisse (ach, das Lied ist von denen? Was, und das auch?), großartigem Abgehen zu Live-Musik und Matsch unterm und im Schuh von G-Star.

Ohne Flachs, das war das beste Wochenende seit einer halben Ewigkeit, soviel Spaß um und in den Ohren hatte ich trotz Ohrenstöpsel seit langem nicht mehr. Gepackt hatte ich viel zu viel, Gaffer Tape ist so ziemlich das Allheilmittel für alles und Regen kann ein ziemliches Arschloch sein! Wieso es am letzten Tag doch noch regnen musste weiß wohl nur Petrus alleine, wahrscheinlich hatte er auch keinen Bock auf Billy Talent, hatte dann aber doch die Güte, uns vorzeitig ziehen zu lassen.

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